Kumpel, Therapeutin, Romanze. Chancen und Risiken emotionaler Interaktionen mit KI – Abschlusspräsentation von JIR Christoph Koch online verfügbar

Wann wird ein Chat­bot zum Freund? Kön­nen KI-Sys­te­me Trost spen­den – oder sind emo­tio­na­le Inter­ak­tio­nen mit ihnen vor allem ein Geschäfts­mo­dell? Die­sen Fra­gen geht der Jour­na­list und Best­sel­ler­au­tor Chris­toph Koch in sei­ner Abschluss­prä­sen­ta­ti­on als Jour­na­list-in-Resi­dence bei Cyber Val­ley und dem RHET AI Cen­ter nach. In sei­nem Vor­trag gibt er Ein­bli­cke in sei­ne drei­mo­na­ti­ge Recher­che zu soge­nann­ten "KI-Beglei­tern" und emo­tio­na­len Inter­ak­tio­nen mit Chatbots.

In sei­ner Antritts­vor­le­sung hat­te Chris­toph Koch 10 Fra­gen for­mu­liert, die er im Lau­fe sei­nes For­schungs­auf­ent­halts beant­wor­ten woll­te. Bei­spiels­wei­se "Kön­nen KI-Sys­te­me Emo­tio­nen und Empa­thie simu­lie­ren?" oder "Kön­nen Maschi­nen auch ZU empa­thisch sein?". Eini­ge davon greift er nun zum Abschluss wie­der auf und teilt die (vor­läu­fi­gen) Ant­wor­ten, die er in sei­ner Resi­den­cy dar­auf gefun­den hat. Auch neue Fra­gen, die sich aus sei­nen Recher­chen erge­ben haben, stellt er vor. So bei­spiels­wei­se "Wer­den KI-Chat­bots das neue Social Media?" oder "Kön­nen wir durch KI selbst empa­thi­scher wer­den – oder führt KI zu einem emo­tio­na­len 'Des­kil­ling'?"

Wäh­rend sei­nes Auf­ent­halts in Tübin­gen sprach Koch mit zahl­rei­chen For­schen­den aus unter­schied­li­chen Dis­zi­pli­nen, sich­te­te Stu­di­en und Fach­li­te­ra­tur und mach­te im Selbst­ver­such auch eige­ne Erfah­run­gen im Umgang mit KI-Sys­te­men. In sei­nem Vor­trag dis­ku­tiert er, wie emo­tio­na­le Inter­ak­tio­nen mit KI ent­ste­hen, war­um Men­schen sich auf sol­che Sys­te­me ein­las­sen – und wel­che gesell­schaft­li­chen, ethi­schen und wirt­schaft­li­chen Fra­gen sich dar­aus ergeben.

Wir dan­ken Chris­toph Koch für sei­ne span­nen­de Abschluss­prä­sen­ta­ti­on, Janis-Anne Fischer und Patrick Klü­gel für die Orga­ni­sa­ti­on des JIR-Pro­gramms und Mode­ra­ti­on des Abschluss­vor­trags sowie allen betei­lig­ten For­schen­den und Part­nern für den offe­nen Aus­tausch wäh­rend Chris­toph Kochs Aufenthalts.

Wenn Sie neu­gie­rig auf die Ant­wor­ten gewor­den sind, die Chris­toph Koch in sei­ner Zeit in Tübin­gen gefun­den hat, kön­nen Sie hier sei­ne Abschluss­prä­sen­ta­ti­on sehen: 


Das Jour­na­list-in-Resi­dence-Pro­gramm (JIR) von Cyber Val­ley und dem RHET AI Cen­ter rich­tet sich an erfah­re­ne Journalist:innen, die zu intel­li­gen­ten Sys­te­men und zum Zusam­men­spiel von Jour­na­lis­mus und KI recher­chie­ren möch­ten. Wäh­rend ihres Auf­ent­halts erhal­ten sie Ein­bli­cke in aktu­el­le Ent­wick­lun­gen des maschi­nel­len Ler­nens, der Com­pu­ter Visi­on und Robo­tik sowie Zugang zur For­schung des Max-Planck-Insti­tuts für Intel­li­gen­te Sys­te­me, der Uni­ver­si­tät Tübin­gen und der Uni­ver­si­tät Stuttgart. 

Das Pro­gramm ist eine Koope­ra­ti­on von Cyber Val­ley und dem Zen­trum für Rhe­to­ri­sche Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­ti­on zur Künst­li­chen Intel­li­genz (RHET AI) und wird von der Volks­wa­gen­Stif­tung geför­dert. Seit dem Start 2021 hat es sich als fes­ter Bestand­teil der Public-Enga­ge­ment-Akti­vi­tä­ten von Cyber Val­ley und dem RHET AI Cen­ter etabliert.